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Qualitative Untersuchung des Modellgebietes: Interviews

Um die gegenwärtige Situation in Bezug auf kulturelle Vielfalt und interkulturelle Arbeit in den Kindertagesstätten im Modellgebiet zu erfassen, wurden im Oktober und November 2016 vierzehn qualitative Interviews (davon 7 Kita-Leitungen, 5 Erzieherinnen, 2 Eltern) in 8 Kindertagesstätten in Stadt und Landkreis Celle durchgeführt. Die Interviews dauerten zwischen 30 und 60 Minuten und verliefen nach einem vorher festgelegten Leitfragen-Katalog.
Der Fokus der Interviews lag auf vorhandenen Ressourcen, bisherigen Lösungsstrategien, Kompetenzen, bestehenden Restriktionen, Konflikten, Bedürfnissen und Herausforderungen.


Zusammenfassung der Interviews


Rahmenbedingungen
Damit Erzieher_innen Kindern mit so unterschiedlichen Entwicklungsständen, Geschichten und Bedürfnissen gerecht werden können und individuelle Förderung möglich ist, brauchen sie mehr Zeit für das einzelne Kind. D.h. einen besseren Betreuungsschlüssel, kleinere Gruppen, (räumliche) Möglichkeiten zur Kleingruppen- und Einzelarbeit. (Nennung 13x / 14 Interviews)

Was bedeutet kulturelle Vielfalt mit Blick auf die Kinder?
Erzieher_innen beobachten eine Offenheit und Neugierde der Kinder kulturelle Vielfalt betreffend. Diese gilt es zu bewahren. ( Nennung 6x / 14 Interviews)

Was bedeutet kulturelle Vielfalt mit Blick auf die Eltern?
Die Kommunikation mit Eltern, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, braucht mehr Zeit. Dazu ist mehr Verfügungszeit notwendig. (Nennung 7x / 14 Interviews)
Für manche Gespräche sind externe Dolmetscher_innen notwendig. Dieser Bedarf kann zurzeit nicht gedeckt werden. (Nennung 9x / 14 Interviews)
Neue Formen der Elternarbeit sind nötig, da immer weniger Eltern zu Elternabenden kommen. (Nennung 7x / 14 Interviews)

Was bedeutet kulturelle Vielfalt mit Blick auf das Team?
Um ihre Arbeit zu reflektieren und die Qualität zu sichern, ist mehr Verfügungszeit notwendig.
Erzieher_innen brauchen individuelle Förderung und Begleitung, um den steigenden Herausforderungen des Berufes gewachsen zu sein/ bleiben.  Sie brauchen Hilfe, eigene Grenzen zu erkennen, sich nach außen abzugrenzen und gegen Überforderung zu schützen.
Erzieher_innen wünschen sich mehr Fortbildungsmöglichkeiten.

Was bedeutet kulturelle Vielfalt mit Blick auf die Konzeption?
Die Konzeption braucht immer wieder eine Anpassung an die aktuelle Situation in der KiTa.

Außenwirkung
Die einzelne KiTa und der Berufstand der Erzieher_innen sollten sich deutlicher in der Öffentlichkeit profilieren.

Was würde helfen?
Rahmenbedingungen:
Ein Betreuungsschlüssel von 15 bis 18 Kinder auf 2 Erzieher_innen würde bessere Integrationsarbeit ermöglichen.
Kleine KiTas würden den Kindern Integration erleichtern. Immer größer werdende KiTas überfordern Kinder.
Mehr finanzielle Ressourcen für externe Referent_innen zur Fortbildung
Erreichbare Dolmetscher_innen.
Inhalt:
Es werden mehr Fortbildung- und Supervisionsangebote gewünscht.
In-House-Seminare (in d. Dienstbesprechungen) könnten vermehrt stattfinden.
Es wird der Vorschlag einer einheitlichen Gebärdensprache für alle Erzieher_innen gemacht.
Übersetzung von Texten und Dokumenten in div. Sprachen sollte vorangetrieben werden.
Externe Beratung für Eltern und Erzieherinnen durch Beratungsstellen und (Therapeutische) Fachkräfte sollte verstärkt werden.
Angebote für Kinder, Eltern, Mitarbeiter_innen von externen Personen (Workshops, ergänzende und entlastende Angebote) sollten vermehrt stattfinden.

Vision
Die Konzeptionen von Familienzentren sind sehr gut, aber nicht realisiert.
Familienhilfe und –beratung kann verstärkt werden.

Mögliche in der Konzeption von SIP zu berücksichtigende Schwerpunkte:
•    Fortbildung/ Supervision (In-House-Seminare in d. Dienstbesprechungen)
•    Identitätsarbeit
•    Konzeptionsarbeit (z.B. Verfolgung der Vision vom Familienzentrum)
•    Externe Beratung für Eltern und Erzieherinnen
•    Angebote für Kinder, Eltern, Mitarbeiter_innen von externen Personen (Workshops, ergänzende und entlastende Angebote)
•    Neue Formen der Elternarbeit entwickeln

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