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  • 1. SIP-Tagung

SIP- Arbeitstagung am 1. Dezember 2016

Die erste SIP-Arbeitstagung diente der Vernetzung im Modellgebiet, der Analyse der Kindergartenlandschaft, dem Austausch über neueste Forschungs- und Feldversuchsergebnisse, der Identifikation der Schwerpunkte in der interkulturellen Kindergartenarbeit, der Meinungseinholung relevanter Stakeholder.

Die insg. 60 Teilnehmer_innen setzten sich zusammen aus:
KiTa-Leitungen,
Erzieher_innen und Eltern aus 10 KiTas in Stadt und Landkreis Celle,
Lehrer_innen und Schüler_innen aus 3 Fachschulen für Sozialpädagogik
sowie Expert_innen aus den Fachrichtungen
•    Systemik
•    Interkultur/ Transkultur/ Transferwissenschaft
•    Religions-/Pädagogik
•    Entwicklungs-/Psychologie
•    Sprache/ Gewaltfreie Kommunikation
•    Traumatherapie
•    Inklusion

Die Tagungsmoderation wurde durch das Hamburger Institut PPSB durchgeführt.

Themeninseln
In vier Themeninseln wurde in drei Durchgängen mit verschiedenen Unterblickwinkeln gearbeitet: Blick auf die Kinder, die Eltern und das KiTa-Team.

Themeninsel 1: KiTa und Trauma – Integration statt Ausgrenzung
Ergebnisse: Diese recht kleine, multiprofessionell ideal mit Praktiker_innen aus dem KiTa-Alltag, dem systemischen Fortbildungsbereich und mit systemischen Traumapädagog_innen und Therapeut_innen besetzte Gruppe hatte eine sehr intensive Auseinandersetzung mit den Fragestellungen in einer wohltuenden, ehrlichen Atmosphäre. Erarbeitet wurden Ressourcen und Bedürfnisse bei Kindern, Eltern und dem KiTa-Team. Die Vision von stadtteilbezogenen Familienzentren als Erweiterung von KiTas, um den Bedrüfnissen von Kindern und Eltern besser begegnen zu können fand in der gesamten Runde große Zustimmung.
Abschließend wurden konkrete Erwartungen an SIP formuliert.
•    Entwicklung eines guten Fortbildungsprogrammes
•    Workshops für und mit Eltern entwickeln
•    Vernetzung, Erfahrungsaustausch, Intervision, Kontakt zu Expert_innen
•    Methodenentwicklung

Themeninsel 2: Normativität – Utopie statt Tradition
Ergebnisse: Feststellung von Unterschiedlichkeiten (je nach theoretischem Hintergrund) in der Herangehensweise und der Theorie von kindlicher Aneignung von Bewertung und Bewertungssystemen. Unterschiedliche Standpunkte existieren auch in Definitionen wie z.B. „was sind Normen, was bedeutet Normativität, welche Forschungsansätze gibt es?“ Einigkeit gab es zu den Annahmen, dass Kinder sich entwickeln möchten, dass Kinder an Vorbildern lernen, dass Kinder neugierig sind, dass Kinder permanent ihre Beobachtungen selbst bewerten. Ein pädagogischer Ansatz, der häufiger passend erschien, war das „Buffetangebot“. Kinder sollen die Möglichkeit haben, auszuwählen, aber auch erkennen zu können, dass Vielfalt möglich, erlaubt und erwünscht ist. Allerdings ging es auch um die Herausforderung, sich selbst zu positionieren und damit eigene Normen zu setzen.

Themeninsel 3: Arbeit mit Eltern und Familien – Kooperation statt Anleitung
Die Notwendigkeit von Kooperation zwischen den Eltern und dem KiTa-Team wurde sehr deutlich von allen betont. Es wurde aber auch benannt, dass es viele wichtige Aspekte zur Verbesserung der Kooperation auf der Beziehungsebene zwischen Eltern, Kita, Kindern und Träger gibt. Die Rahmenbedingungen wurden ebenfalls als verbesserungswürdig diskutiert. Um mehr Qualität unter sich stark verändernden Voraussetzungen, vor allem im interkulturellen Bereich, zu gewährleisten, benötigt es mehr Ressourcen (Finanzen, Zeit, Personal, Qualifikation). Es war tendenziell ein Gefühl der Überforderung bei der Arbeit mit Eltern und Familien wahrzunehmen.

Themeninsel 4: Handlungsorientierte Pädagogik -  Interkulturelle Vielfalt statt Einfalt
Wie muss eine systemisch interkulturelle Pädagogik aussehen? Diese Frage wurde aus unterschiedlichen Perspektiven durch die sehr große und vielfältig besetzte Expert_innenrunde bearbeitet. KiTa-Leitungen und Erzieher_innen, Fachschulleher_innen und -schüler_innen, Vertreter_innen von Migrant_innenverbänden und systemischen Dachverbänden, sowie Kolleg_innen aus der systemischen Praxis  arbeiteten auf unterschiedlichen Ebenen (KiTa Alltag, Mitarbeiter_innen-Ebene, Ausbildungsbedingungen und -anforderungen).     

Aus der Arbeit in den Themeninseln ergaben sich mögliche Arbeitsschwerpunkte für SIP:

•    Kulturveränderung: Entwicklung einer neuen Lebenswelt und Wertearbeit (Empathie, Offenheit, Neugier, Wert des Nichtverstehens, Wertschätzung, Toleranz, Partizipation, Empowerment)
•    Entwicklung eines guten Fortbildungskonzeptes (in Systemik und Interkultur)
•    Initiierung von Vernetzung, Erfahrungsaustausch, Intervision, Kontakt zu Expert_innen
•    Methodenentwicklung
•    Konzept- und Visionsarbeit
•    Biografiearbeit mit den KiTa-Teams
•    Umgang mit Konflikten
•    Beratung: Supervision, Teamcoaching, Fach- und Prozessberatung
•    Entscheidungskompetenz der Kinder berücksichtigen – Kinderparlamente
•    Elternarbeit professionalisieren – Kompetenzen für die KiTa-Teams in Gesprächsführung, Moderation, Methoden vermitteln, neue Zugänge zu Eltern finden
•    Stärkung der Partizipation von Eltern: (Mitgestaltungsmöglichkeiten und – pflichten bewusst machen)
•    Entwickeln von Seminarangeboten/ Workshops für und mit Eltern
•    Einbeziehung der Fachschulen für Sozialpädagogik, Bereicherung der Erzieher_innen-Ausbildung durch SIP-Schwerpunkte

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